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Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als die Welt noch nicht von Crossovern, von Touchscreens, von Autos beherrscht wurde, die Ihnen sagen, dass Sie zu dicht auffahren? Ich schon. In den 80ern stand da etwas im Showroom, gezeichnet von Giorgetto Giugiaro, dem Mann, der auch den DeLorean und den ersten Golf zu Papier brachte. Und nein, ich rede nicht von einem Supersportwagen. Ich rede von einem Auto, das kam, um Italien, und eigentlich ganz Europa, nach dem Kater der Ölkrise wieder auf Räder zu stellen. Der Fiat Uno.
Giugiaro machte etwas Kluges: Er zog das Auto hoch, kurz und aufrecht, gab ihm eine riesige Glasfläche und einen Innenraum, in den fünf Personen passten, ohne dass jemand auf dem Schoß sitzen musste. Rational, geräumig, hell, sparsam. Der FIRE-Motor (Fully Integrated Robotised Engine, einer der ersten Blöcke, der größtenteils von Robotern montiert wurde) machte den Uno zu einem der sparsamsten Autos seiner Zeit. auto motor und sport nannte ihn damals schlicht eines der besten Kleinwagen, die man kaufen konnte. Und das war er auch. Europas Auto des Jahres 1984, vielen Dank.
Nur: Wo sind sie alle geblieben? Versuchen Sie mal, sich einen vorzustellen. Geht nicht, oder? Eben. Sie haben sich alle aufgelöst. Weggerostet, von ihren ersten, zweiten und dritten Besitzern zu Tode gefahren, nach einer kleinen Delle verschrottet, weil eine Reparatur mehr kostete als das Auto selbst. Der Uno war so alltäglich, so selbstverständlich, dass niemand je einen aufhob. Und genau das macht ein gepflegtes Exemplar heute nahezu unauffindbar.
Gut, zurück zu diesem hier. Der hier angebotene Fiat Uno 45s aus 1988, in der Farbe Blu Nord, ist genau so ein Exemplar, das durch die Maschen der Zeit geschlüpft ist. Ein 3-türiger FIRE, ausgeliefert in Portugal (die Papiere beginnen sauber bei FIAT Auto Portuguesa in Lissabon, mit der kostenlosen ersten Garantieinspektion im Juli 1988), und seither mit einem beeindruckenden Stapel portugiesischer Öl-Kärtchen und Servicebelege gepflegt. Diese "OLIO FIAT"- und Selènia-Kärtchen erzählen eine Geschichte jahrzehntelanger Fürsorge: rechtzeitig Öl gewechselt, Filter erneuert, Getriebe kontrolliert. Das ist kein Scheunenfund, an dem Sie noch ein halbes Jahr schrauben dürfen. Das ist ein Auto, das sein ganzes Leben lang ernst genommen wurde.
Der 45s bedeutet: der 903-cm³-FIRE-Block, gut für 44 PS. Ich weiß, was Sie jetzt denken. Vierundvierzig. Das ist weniger als ein frisierter Motorroller. Aber hier kommt das Schöne daran: Dieses Auto wiegt so gut wie nichts, hat die Wendigkeit eines Einkaufswagens auf einem leeren Parkplatz, und in einem Auto dieses Gewichts fühlen sich diese 44 PS überraschenderweise nach genug an. Man fährt keinen Uno, um Rekorde zu brechen. Man fährt einen Uno, um zu grinsen, Fenster runter, im dritten Gang durch ein Dorf, während sich alle fragen, wo Sie den bloß herhaben.
Innen ist es eine Zeitkapsel erster Güte. Die aufrechte Frontscheibe, das schlichte Armaturenbrett, die Stoffpolsterung, dieses herrlich unverdorbene italienische 80er-Jahre-Gefühl, an das sich kein Designer mehr herantraut. Keine Bildschirme, keine Menüs, keine Software-Updates. Nur ein Schlüssel, ein Hauch Choke und die Straße. Auf den originalen Michelin 155/70 R13 Sommerreifen rollt er genau so, wie er gedacht war: leicht, direkt, ehrlich.
Und genau deshalb ist ein Auto wie dieses heute so interessant. Alle jagen dem heiligen Gral, dem Uno Turbo, hinterher, während der ganz normale, ehrliche Uno, das Auto, wie Millionen Europäer es wirklich kannten, in gepflegtem Zustand weitaus seltener geworden ist. Das ist der Uno des Bäckers, des Studenten, der jungen Familie. Der Uno, der überall war und nun nirgends mehr ist.
Wer ihn kauft, kauft keine Investition, die reich macht. Sie kaufen ein Stück verschwundenes Europa, ein Giugiaro-Design zu einem Preis, für den Sie bei einem klassischen Alfa nicht mal die vordere Stoßstange abgeschraubt bekommen. Ein Auto, das auf jedem Oldtimertreffen mehr Blicke auf sich zieht als der x-te rote Ferrari, schlicht weil niemand mehr einen hat.
Er ist klein, er ist blau, er ist portugiesisch, er ist fast ausgestorben. Und er steht hier bei uns in Katwijk und wartet auf Sie.
Für den Preis eines modernen E-Bikes fahren Sie ein originales Stück italienischer Designgeschichte. Ich muss es wissen.
Besondere Merkmale
• Fiat Uno 45s aus 1988, 3-türige FIRE-Ausführung
• Design von Giorgetto Giugiaro (Italdesign)
• Farbe Blu Nord, solider Lack
• 903-cm³-FIRE-Motor, 44 PS, Schaltgetriebe
• Sparsam, leicht und überraschend wendig
• Umfangreiche portugiesische Wartungshistorie mit Öl-Kärtchen ab 1988
• Erste Garantieinspektion dokumentiert bei FIAT Auto Portuguesa (Lissabon)
• Originale Stoffpolsterung, s